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Posts Tagged ‘Dankbarkeit’

Jetzt wo der Herbst kommt und die Ernte eingefahren wird, ist die richtige Zeit, die Fülle in uns und die Fülle, die uns umgibt, wahrzunehmen und zu segnen. Mit der Fülle ist es genauso wie mit der Dankbarkeit. Wenn du erst einmal deinen Blick und deine Aufmerksamkeit auf die Fülle ausgerichtet hast, dann erkennst du plötzlich, dass es in deinem Leben kaum etwas gibt, was nicht Fülle ist. Du erkennst, wie viel du hast, was du bereits bist und kannst. Wenn du ein anderes Gefühl hast – sich zum Beispiel unbezahlte Rechnungen stapeln, dein Konto mal wieder im Minus ist, du dich einsam fühlst oder dein letztes Projekt in der Arbeit kläglich gescheitert ist, du überzeugt bist, im Vergleich mit anderen nicht gut genug zu sein – dann liegt das nicht daran, dass da keine Fülle und kein Überfluss wäre, sondern dass du dich vom Fluss der Fülle in dir und in der Welt abschneidest.

Fülle fließt dahin, wo Freude, Begeisterung und Lebendigkeit ist. In der hinduistischen Mythologie gilt die Göttin Lakshmi als Verkörperung von Fülle, Schönheit, innerem und äußerem Reichtum und Segen. Sie beschenkt die Menschen, die sich auf das Wahre und Ewige ausrichten, die ehrlich zu sich selbst sind und sich mutig in den Fluss des Lebens stürzen. Die reinen Herzens ihre Talente und Begabungen mit Freude leben – zu ihrem eigenen höchsten Wohle und zum Segen der gesamten Schöpfung. Versuche also, dein Leben immer mehr zum Gebet zu machen, aus deinem Herzen heraus zu wirken und mehr und mehr dein eigenes Lied zu singen. Schau in die Natur – die Fülle ist immer da: Überfluss, Üppigkeit, Wachstum, Leben, Farben, Vielfalt, Pracht und Schönheit. Warum sollte es in deinem Mikrokosmos anders sein? Warum solltest ausgerechnet du Mangel leiden, einsam, hässlich und nicht richtig sein, energielos, klein und unbedeutend? Warum sollte ausgerechnet bei dir alles so schwer sein, wo doch in der Natur der winzigste Keimling sich seinen Weg durch die dicke Erdschicht bahnt und leicht und mühelos wächst? Wo jeder Baum die Rhythmen des Lebens kennt und einfach so weiß, wann es Zeit ist zu blühen, Früchte zu tragen oder sein Laub abzuwerfen. Warum also solltest ausgerechnet du so hilflos, isoliert, traurig, unbegabt und arm sein? Wenn es bei dir anders ist als in der Natur, ist das nur ein Zeichen, dass du gegen ein Naturgesetz verstößt. Dass du gegen die Stimme deines Herzens und gegen den Fluss deines Lebens ankämpfst statt dich von ihm tragen zu lassen. Dass du die Geschenke des Lebens nicht annimmst, dich zurückziehst und versteckst, anstatt deine Gaben zu teilen. Dass du an deiner Richtigkeit und deinem Wert zweifelst statt dich in deiner ganzen Größe zu sehen und zu zeigen. Dass du dich vergleichst und urteilst statt zu wissen, dass du so wie du bist, genau richtig bist. Dass du versuchst, einem Bild (deinem oder auch dem anderer Menschen oder der Gesellschaft) zu entsprechen, dich einschnürst, beschneidest und deinen Wuchs kontrollierst statt einfach wild, frei und mühelos zu gedeihen.

Eines der wichtigsten Naturgesetze ist für mich das Gesetz der Resonanz. Du kannst nur das sein und in dein Leben ziehen, womit du in Resonanz bist. In einem permanenten unterschwelligen Gefühl des Mangels und der Wertlosigkeit kannst du schwerlich auf Dauer Wohlstand, Erfolg und Fülle anziehen. Richte dich also innerlich aus auf deine wundervollen und einzigartigen Begabungen, gehe in die Natur und fülle dich auf mit ihrem Überfluss und ihrer Pracht, lerne dich selbst zu lieben, sieh das Leuchten in dir und in jedem Wesen, übe Wertschätzung für alles was dir im Leben begegnet und fühle in jedem Moment den Reichtum, der in dir ist und von dem du umgeben bist. So verbindest du dich immer stärker mit dem Feld der Fülle. Und versäume es nicht, dein Herz zu öffnen und deine Arme auszubreiten für den Einstrom der Segnungen und Geschenke des Lebens. Viele Menschen sind zwar gut im Geben, können aber nur schwer Geschenke, Komplimente, Lob, Hilfe, Heilung und Liebe annehmen. Wenn du daran zweifelst, es wert zu sein, dass du reich, erfolgreich, glücklich, gesund, geliebt und frei sein darfst, wie sollst du es dann sein? Vertraue dir selbst – deinen Talenten, deinen Träumen und Visionen, deinem Aussehen, dem Platz auf den du gestellt wurdest – und erobere dir deinen Wert zurück. Du bist wunderbar so wie du bist. Du musst es niemandem recht machen und niemandes Erwartungen erfüllen. Du darfst niemand anderes sein und nicht das Leben der anderen führen. Lebe aus deinem Herzen, sei du selbst und stehe dazu, wer und was DU bist! Breite deine Arme aus um die Geschenke anzunehmen, die das Leben dir täglich zufließen lässt. Du bist es wert! Und dann lasse es aus dir heraus fließen. Nur wenn du dich leer machst, kannst du auch wieder empfangen. Spüre die rhythmische Natur deines spirituellen Herzens – die Harmonie von Geben und Nehmen ist ein Naturgesetz der Liebe. Vertraue dem Fluss!

Die Fülle hat zwei wunderbare Geschwister, ohne die sie nicht existieren kann: die Dankbarkeit und das Teilen. Ohne die beiden wird Fülle zur Last und zieht Einsamkeit, Gier, Neid und Angst nach sich. So sei dankbar für alles was du bereits bist, kannst und hast, und sei bereit deinen Reichtum, deine Weisheit, deine Seelenmedizin, deine Begabungen und deine Liebe zu teilen und zu verströmen. Halte nichts fest! Wenn du deine Quelle verschließt und andere nicht mehr von deinem Wasser trinken lässt, versiegt die Quelle irgendwann. Dein Brunnen wird faulig, giftig und stinkend. Dein Reichtum ist nicht dein Reichtum und deine Gaben sind nicht deine Gaben. Du bist ein Instrument, durch das sich das Göttliche ausdrückt, auf dass die ganze Welt daran teilhaben darf!

Ich bin keine Anhängerin irgendeiner Religion, und dennoch finden sich in vielen religiösen Schriften ungeheuer wertvolle Perlen der Weisheit. So auch in der Bibel: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.“ Klingt erst mal ein bisschen ungerecht. Die Reichen sollen immer reicher werden und den Armen wird sogar noch das bisschen genommen, was sie haben? Natürlich ist das nicht wörtlich zu verstehen, sondern kann nur mit der Intelligenz des Herzens richtig interpretiert werden. Für mich bedeutet dieser Satz, dass jeder Mensch mit besonderen Gaben, Talenten und Erfahrungen ausgestattet ist, die eine Verpflichtung darstellen. Wenn du nicht bereit bist, das was du bist und was du hast zu leben, weiter zu geben und zu teilen, dann wird es dir wieder genommen. Wirklich arm dran ist nicht der, der nichts hat, sondern der, der viel hat und es nicht sehen und wertschätzen kann. Wenn du dich also dauernd vergleichst, ewig Angst hast, dein wahres Wesen und deine Talente zu leben, wenn du an deinen Fähigkeiten zweifelst, ängstlich an deinem Besitz festhältst und deine Quelle verschließt statt deinen Reichtum wertzuschätzen und mit vollen Händen zu teilen, dann verkümmert dein Schatz und verliert jeglichen Glanz. Nach dem Resonanzprinzip können auf einem Haufen Bitterkeit, Schutt und Asche keine Goldstücke wachsen. Wenn du dich als arm und wertlos empfindest, dann wirst du tatsächlich immer ärmer. Wenn du aber ein Herz voller Dankbarkeit, Begeisterung und Wertschätzung pflegst und dem Leben all das zurück gibst, was es dir geschenkt hat, dann wirst du mit noch mehr Reichtum und Segnungen überhäuft. Dann bist du angeschlossen an den göttlichen Strom. Dann bist du wieder ein Teil der üppig blühenden weisen Natur geworden.

Reichtum darf nie missverstanden werden als die reine Anhäufung von Besitz. Wer im Herzen verankert ist, der weiß wie wertvoll Freundschaft, Liebe, Familie, Achtsamkeit, eine sinnhafte und erfüllende Tätigkeit, Gesundheit, Zeit, Stille, Naturerlebnis, Meditation, Singen, Tanzen und Feiern ist. All das sind Dinge, die man sich für kein Geld der Welt kaufen kann und die gleichwohl unbeschreiblich kostbar sind. Du darfst natürlich auch materielle Wünsche haben, du darfst dich am materiellen Wohlstand und deinem Besitz freuen (kannst du wertschätzen und genießen was du besitzt?), aber vernachlässige nicht deinen inneren Reichtum. Alle äußeren Ziele und Begierden sollten immer mit der Bereitschaft für inneres Wachstum und dem Wunsch nach Erwachen und Bewusstheit einhergehen. Sonst wird das Leben hohl und sinnlos. Wenn du feststellst, dass dein Besitz zur Last wird – wenn du Angst hast, du könntest alles verlieren oder dir könnte etwas gestohlen werden; wenn du argwöhnisch und neidisch deinen Wohlstand mit dem deiner Nachbarn und Freunde vergleichst; wenn du Anflüge von Überheblichkeit, Gier und Manipulation wahrnimmst; wenn du geizig wirst und nicht mehr teilen magst; wenn du nicht mehr von Herzen schenken und Einladungen aussprechen kannst; wenn du anfängst, den Wert eines Geschenkes von seinem materiellen Wert abhängig zu machen, und Geschenke gegeneinander „aufzurechnen“; wenn du unflexibel und süchtig nach Sicherheiten wirst; wenn du Angst vor der Zukunft bekommst; wenn du in einem inneren Hamsterrad von „größer-schneller-weiter“ gefangen bist – dann ist das ein untrügliches Zeichen, dass es genug ist. Dass du bereits zu viel angehäuft hast und es an der Zeit ist, loszulassen, zu geben, zu verschenken. Spür mal, welch eine Gnade in den Worten „Es ist genug“ steckt. Vergiss diese Formel nicht: „Es ist genug“! Wenn du dich traust, diese drei Worte auszusprechen, dann entstehen Raum und Zeit, in denen sich das wirklich Wichtige entfalten kann: die Gnade des Schenkens frei von Bedingungen und der Reichtum des Herzens – das einzige, das du mitnehmen kannst, wenn du diese Welt eines Tages wieder verlässt.

Entscheide dich heute dafür, voller Wertschätzung und Reinheit im Herzen deiner Berufung zu folgen und deinen Platz mit Freude auszufüllen. Hilfe und Unterstützung fließt all jenen zu, die aus ihren Handlungen und Worten nicht nur eigenen Profit schlagen wollen, sondern das Wohl aller im Auge behalten. Denn Reichtum, der auf Be-reich-erung auf Kosten anderer fußt, bringt letztlich nichts als Unglück. Richte dich also aus auf das Wahre und Ewige, auf innere Schönheit und Fülle. Gib dich dem Leben hin und vertraue, dass alles zu deinem höchsten Segen ist, so wie es ist. Und wisse tief in dir, dass dir immer das Richtige zur rechten Zeit zufließt.

lakshmi

„Om Sri Maha Lakshmiyei Swaha“ – Mantra zur Anbetung der Göttin Lakshmi

Ich wünsche dir von Herzen Fülle und Reichtum auf allen Ebenen und dass du das einzigartige Strahlen in dir und in jedem Menschen sehen und lieben kannst!

Lokah samastah sukhino bhavantu – Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich und frei sein!
Deine Christine Samira

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Wer sich dem spirituellen Weg verschrieben hat, dem ist die Bedeutung der Dankbarkeit für ein glückliches und erfülltes Leben bewusst. Das Alltägliche ebenso wie die wunderbaren Fügungen des Schicksals nicht als selbstverständlich zu nehmen, sondern sich bewusst davon im Herzen berühren zu lassen und die liebevolle Gnade zu spüren, die dahinter wirkt, gibt dem Leben eine ganz besondere Leichtigkeit und Freude. Ich selbst habe einmal über mehrere Wochen ein Dankbarkeitstagebuch geführt, das mir tatsächlich geholfen hat, mein Herz zu öffnen und mit anderen Augen zu sehen. Jeden Abend habe ich mir einige Minuten Zeit genommen, den Tag Revue passieren zu lassen und die Segnungen, die ich erfahren durfte, nieder zu schreiben. Mit der Zeit entwickelte sich ein ganz neues Bewusstsein für das GESCHENK des Lebens: Es kam mir fast lächerlich vor, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben, weil ich erkannte, dass es tatsächlich gar nichts gibt, wofür ich nicht dankbar sein könnte. Wenn ich heute in meinem Heftchen blättere, macht sich sofort wieder dieses unbeschreiblich euphorische Gefühl breit, absolut sicher getragen und reich beschenkt zu sein. Und gleichzeitig ist es fast beschämend und macht mich traurig, diese Bewusstheit im Alltag so oft zu verlieren. Was nehme ich nicht alles als selbstverständlich, wie unaufmerksam bin ich oft meinen geliebten Menschen gegenüber, wie undankbar und falsch interpretiere ich immer wieder, was mir das Leben schenkt, und wie blind bin ich oft gegenüber der Schönheit, die mich umgibt…. Gerade ist Ronda Byrne, der Autorin des Weltbestsellers „The Secret“ mit „The Magic“ ein weiterer großer Wurf auf dem esoterischen Buchmarkt gelungen. Es geht darin um die transformierende Kraft der Dankbarkeit, und es werden zahlreiche Übungen vorgestellt, um diese im Alltag zu praktizieren.

Wem es gelingt, den Tag schon im Bewusstsein der Dankbarkeit zu beginnen und wach zu sein für die Geschenke und Reichtümer des Lebens, der ist wahrhaft gesegnet. Doch „Danke“ zu sagen ist nur ein Teil der Wahrheit. Daran habe ich mich durch den anrührenden mexikanischen Dokumentarfilm „Artesanos“ wieder erinnert.  Memo, ein wunderbarer und weiser alter Künstler erklärt darin, dass es in der Sprache der Maya das Wort „Danke“ gar nicht gibt. „`Danke´ sagen die Faulpelze und Gammler“, provoziert er humorvoll, „bezahle, du Narr!“ Und Memo verrät auch, womit wir bezahlen sollen: „Indem du das tust, was du am meisten liebst. Das was du liebst zu tun, ist das Wertvollste, es ist das Kapital.“ Und: „Es wird das Kapital aller.“

Diese Worte haben mein Herz sehr berührt und mich bis aufs Mark durchgeschüttelt. Wir sind hier, um etwas zurückzuzahlen! Aber es geht dabei nicht darum, uns zu schinden, abzurackern, und unter Schweiß und Tränen etwas leisten zu müssen. Wir dürfen mit dem bezahlen, womit wir vorher beschenkt und gesegnet wurden, mit dem was unser Herz zum Singen bringt. Es ist kein Tun, kein Leisten, es ist ein Sich-Verströmen und -Verschenken. „Weißt du, wer für Schwierigkeiten sorgt?“, fragt Memo nachdenklich, „Derjenige, der nicht das tut, was er am meisten liebt.“ Das erinnert mich an die Unterweisung zum Thema Arbeit in Khalil Gibrans Buch „Der Prophet“: „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten.“

Das Gebot der Dankbarkeit bedeutet nicht, einfach nur zu nehmen und „Danke“ zu sagen – wenn es auch noch so sehr von Herzen kommt. Das Gebot der Dankbarkeit heißt zu bezahlen, mit unserer ureigenen Essenz dem Leben, Mutter Erde, unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen Alles zurück zu geben – indem wir das verwirklichen, was zu SEIN jeder einzelne von uns hierher gekommen ist. Wenn ein jeder von uns den Mut hat, seine Essenz zu leben, dann werden wir zur Be-reich-erung für das Ganze. Dann erschaffen wir gemeinsam eine Welt des Friedens, der Freiheit und der Liebe.

Schau dir den Film „Artesanos“ an (Spanisch mit deutschem Untertitel) und lass dich von dem Mut, der Herzlichkeit, der Begeisterung, der Verbundenheit, der Demut und der Weisheit wunderbarer Mitmenschen anstecken, die bereits ihr Leben aus der Tiefe ihres Herzens heraus leben. Artesanos (dt. Handwerker) sind Menschen, die ihr Leben lang dienen. Doch sie verschreiben sich keiner irdischen Macht, sondern ihrem inneren Selbst.

http://www.youtube.com/watch?v=mrngEXU2TDo

… und wenn dir demnächst wieder etwas bewusst wird, wofür du dankbar bist, dann vergiss nicht die zweite Seite der Dankbarkeit. Du bist ein so wunderbares, einzigartiges, begabtes und strahlendes Wesen. Mach dich selbst dem Leben zum Geschenk!

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„Wie geht es dir“? Mindestens einmal am Tag hören wir diese Frage und antworten meist reflexartig: „Ganz gut“! Die Maske des „ganz-gut“ hilft uns, unser Gesicht zu wahren und den Anschein von Stärke und Erhabenheit aufrecht zu erhalten. Und überhaupt: ist die Frage nach dem „Wie geht es dir?“ nicht eh bloss eine oberflächliche Floskel, die sich gar nicht für eine ehrliche Antwort interessiert?

Nimm die Frage nach dem „Wie geht’s?“ in Zukunft doch einfach ernst und trau dich auch wahrhaftig zu sein, wenn es dir nicht gut geht. Trau dich, dich dem anderen in deiner Bedürftigkeit und deinen Tränen zu zeigen. Trau dich, um Hilfe zu bitten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem, wenn man den Mut hat, sich aller Welt in seinem Scheitern, seiner Schwäche und Hilflosigkeit zu offenbaren, von überall her helfende Hände gereicht werden. Plötzlich kommen von allen Seiten menschliche Engel in dein Leben geflogen, die nur auf dein Rufen gewartet zu haben scheinen. Es tut uns so gut, uns gegenseitig Engel sein zu dürfen.

Sei es dir wert, dein Herz zu öffnen und das Geschenk der helfenden Hände anzunehmen. Nur ein Herz, das auch annehmen kann, kann aus der eigenen Fülle schöpfen und sich auch wieder im Geben verströmen. Es macht mich immer wieder demütig aber auch unendlich dankbar, zu erleben, wieviel Liebe und selbstlose Unterstützung mir von zum Teil ganz Unbekannten zufließt, wenn ich mich in meiner Not zeige und nach Hilfe rufe. Und ganz plötzlich sind da neue Freunde, wo vorher nur Fremde waren.

Heute bist du der Bedürftige, aber schon morgen wirst du der Überfließende sein, der seine Hand reicht. Je mehr du annehmen kannst, umso mehr kannst du geben, und je mehr du geben kannst, umso mehr bekommst du wieder. Das nenne ich – im Gegensatz zum Teufelskreis – den Engelskreis der Liebe.

Danke allen helfenden Händen in meinem Leben!

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