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Posts Tagged ‘Hilflosigkeit’

„Wie geht es dir“? Mindestens einmal am Tag hören wir diese Frage und antworten meist reflexartig: „Ganz gut“! Die Maske des „ganz-gut“ hilft uns, unser Gesicht zu wahren und den Anschein von Stärke und Erhabenheit aufrecht zu erhalten. Und überhaupt: ist die Frage nach dem „Wie geht es dir?“ nicht eh bloss eine oberflächliche Floskel, die sich gar nicht für eine ehrliche Antwort interessiert?

Nimm die Frage nach dem „Wie geht’s?“ in Zukunft doch einfach ernst und trau dich auch wahrhaftig zu sein, wenn es dir nicht gut geht. Trau dich, dich dem anderen in deiner Bedürftigkeit und deinen Tränen zu zeigen. Trau dich, um Hilfe zu bitten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem, wenn man den Mut hat, sich aller Welt in seinem Scheitern, seiner Schwäche und Hilflosigkeit zu offenbaren, von überall her helfende Hände gereicht werden. Plötzlich kommen von allen Seiten menschliche Engel in dein Leben geflogen, die nur auf dein Rufen gewartet zu haben scheinen. Es tut uns so gut, uns gegenseitig Engel sein zu dürfen.

Sei es dir wert, dein Herz zu öffnen und das Geschenk der helfenden Hände anzunehmen. Nur ein Herz, das auch annehmen kann, kann aus der eigenen Fülle schöpfen und sich auch wieder im Geben verströmen. Es macht mich immer wieder demütig aber auch unendlich dankbar, zu erleben, wieviel Liebe und selbstlose Unterstützung mir von zum Teil ganz Unbekannten zufließt, wenn ich mich in meiner Not zeige und nach Hilfe rufe. Und ganz plötzlich sind da neue Freunde, wo vorher nur Fremde waren.

Heute bist du der Bedürftige, aber schon morgen wirst du der Überfließende sein, der seine Hand reicht. Je mehr du annehmen kannst, umso mehr kannst du geben, und je mehr du geben kannst, umso mehr bekommst du wieder. Das nenne ich – im Gegensatz zum Teufelskreis – den Engelskreis der Liebe.

Danke allen helfenden Händen in meinem Leben!

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