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Posts Tagged ‘inneres Kind’

Gehörst du zu den Menschen, die alle Jahre wieder mit guten Vorsätzen in den Januar starten? Weniger essen, mehr Sport treiben, regelmäßig meditieren usw. Dann kennst du bestimmt auch die Erfahrung, dass die Luft meist schon raus ist, bevor es überhaupt so richtig angefangen hat, und man allzu schnell wieder in alte Gewohnheiten rutscht. Ich habe eine Anregung für’s neue Jahr für dich (ich nenne es lieber nicht „guten Vorsatz“), der alles andere als nach Mühe und Disziplin schmeckt, und dein Leben trotzdem viel reicher, liebevoller und lebenswerter machen wird: Herzenspunkte sammeln.

Sammler sind mir ja grundsätzlich immer ein bisschen unheimlich… was man nicht so alles sammeln kann – von Briefmarken über Künstlerpuppen, Bierdeckel und Espressotassen bis hin zu antiken Kloschüsseln. Aber egal ob verrückte Sammelleidenschaft oder nicht – die meisten Menschen neigen doch grundsätzlich zum Ansammeln und Festhalten von Materiellem. Wir sammeln viiiiieeeel Geld auf unserem Konto, wir sammeln Affären und oberflächliche Bekanntschaften, Überstunden und Diplome, Luxusgüter und Elektronik-Schnickschnack, Kleider und Schuhe – wir häufen an, immer mehr und mehr, und es fällt uns schwer, Menschen und Dinge wieder loszulassen. Aber was von all dem können wir schon mitnehmen, was bleibt uns davon? Ist es nicht so, dass wir nackt kommen, und auch nackt und mit leeren Händen wieder gehen müssen? Nichts gegen verantwortungsvollen Konsum und Freude an schönen Dingen, aber problematisch wird es da, wo wir unser Herz daran hängen, uns damit identifizieren, unser Ego füttern und uns Befriedigung daraus verschaffen – und das tun wir in der Regel. Für einen Großteil der Menschen beruht der Motor des Lebens auf dem Anhäufen von Besitz (mein Haus, mein Auto, meine Yacht), Status (mein Job, meine einflussreichen „Freunde“, meine Ämter), Intellekt (meine Ausbildung, mein Diplom, mein Wissen) und Schönheit (mein perfekter Körper, meine Jugend, meine Unversehrtheit) – und am besten all das noch dem Diktat der absoluten Sicherheit und Kontrolle unterworfen.

Die meiste Zeit unseres Lebens kümmern wir uns um Vergängliches und um die Befriedigung unseres Egos. Es ist die vollkommene Gefangenschaft in der Illusion. Für gewöhnlich folgt alles in unserem Leben einem Zweck und einem Ziel. Das macht das Leben sehr arm und leer – ungeachtet all der Reichtümer und Bequemlichkeiten, die dadurch angehäuft werden. Die meisten von uns haben verlernt, was wir als Kinder noch konnten: Sinn-lose Dinge tun, einfach nur SEIN, den Moment genießen. Lachen. Leben um des Lebens Willen.

Der einzig wahre Reichtum ist der unseres Herzens. Und diesen Reichtum können wir tatsächlich mitnehmen. Mit einem reichen, vollen Herzen wird es uns leicht fallen, einmal von diesem Leben Abschied zu nehmen – denn die Liebe, die Freude, das Glück und das innere Lächeln der Fülle bleiben auf ewig unser. Wir gehen mit dem guten und satten Gefühl, wirklich gelebt zu haben. Wenn wir uns dagegen nur auf Äußerlichkeiten und materielle Werte konzentriert haben, werden uns der Verlust und das Zurücklassen dieser Dinge großen Schmerz bereiten, und wir werden mit einem leeren, traurigen Herzen gehen.

Deswegen rege ich dich an, soviel Herzenspunkte zu sammeln, wie du nur kannst. Fülle dich an und lebe! Herzenspunkte sammelst du immer wenn du etwas absichtslos tust, nur um seiner selbst willen. Wenn du dich der Freude des Seins hingibst und ganz im Hier und Jetzt bist. Wenn du das Leben in seiner Schönheit und Fülle genießt.

– Erlaubst du dir Dinge zu tun, die keinen Sinn machen und dich an kein Ziel führen, die einfach nur Spaß machen?

– Kannst du immer mal wieder deine Pflichten vergessen und stattdessen spontan deiner Lebenslust freien Lauf lassen und dir Zeit nehmen?

– Kannst du grundlos lachen und Unsinn machen, unbeschwert und frei sein?

– Bist du fähig, das Schöne in allem zu sehen und zu würdigen?

– Ist es dir egal, was andere über dich denken und sagen?

– Bist du verliebt ins Leben und voller Lust und Lebendigkeit?

Wenn nein, dann ist es höchste Zeit, dass du dein inneres Kind wieder befreist und anfängst, tatsächlich zu leben! Überlege dir, was wirklich wichtig ist! Wir sind in unserer Essenz pure Liebe und pures SEIN. Diese Liebe und Daseinsfreude will sich verströmen – und sie wird immer größer, je mehr sie sich verschenkt. Je mehr Liebe und Freude du bist, umso mehr davon ziehst du in dein Leben.

Der Reichtum deines Herzens ist das einzige, was du aus diesem Leben mitnehmen kannst.

Also fang an, Herzenspunkte zu sammeln. Freude und Leichtigkeit wächst überall – du brauchst nur zuzugreifen. Wer die Augen wieder öffnet für das wahre Leben, für kindliche Begeisterung und Einfachheit wird reich beschenkt. Herzenspunkte zu sammeln repräsentiert für mich einen Aspekt der hinduistischen Göttin Lakshmi. Sie ist die Göttin der Schönheit, des inneren und äußeren Reichtums, der Anmut, der Liebe und Lebensfreude. Verbinde dich mit ihrer Energie und bitte sie, dir zu helfen, Schönheit, Freude und Fülle wieder wahrzunehmen und in dein Leben zu integrieren. Denn das ist wahre Gotteserfahrung. Im Hinduismus heißt es auch „Satyam Shivam Sundaram – Gott ist erfahrbar als Wahrheit, als Liebe und als Schönheit“. Du selbst bestimmst, wieviel Raum du der Wahrheit, der Liebe und der Schönheit – und damit Gott – in deinem Leben gibst! Auf der Jagd nach Geld, Ruhm, Sicherheit, Objektivität und Vernunft wirst du ihn und dich nicht finden.

Ich wünsche dir stets genug Geld in der Tasche, um ein Leben in Unbeschwertheit, Freiheit und Selbstbestimmung führen zu können. Aber ich bete, dass der Reichtum in deinem Herzen deinen Kontostand immer um Welten übersteigen möge! 😉

Möge die Göttin Lakshmi uns in diesem Jahr besonders begleiten und segnen. „Om Shri Maha Lakshmiyai Namaha“.

Deine Christine Samira

 

P.S. Ich freue mich, von euch zu hören, wie ihr Herzenspunkte sammelt. Viel Spaß!

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Kann Gänseblümchen wachsen hören,
spür Purpurrot auf meiner Haut.

Riech Amseln hoch im Baume zwitschern
und seh‘ die Süße einer Kirsche.

Schmeck den Mond in dunkler Nacht
und hör mir selbst beim Schauen zu.

Das Sein, so unerträglich leicht.
Mein Herz verliebt.

(Christine Fleckenstein)

Wikipedia definiert Verliebtheit als „ein intensives Gefühl der Zuneigung. Sie wird nach Ansicht von Psychologen von einer Einengung des Bewusstseins begleitet, die zur Fehleinschätzung des Objektes der Zuneigung führen kann. Fehler des anderen können übersehen oder als besonders positive Attribute erlebt werden. Verliebtheit ist kein Dauerzustand, sie besteht als eine Phase über einen längeren oder kürzeren Zeitraum, kann abflauen und sich auflösen oder in Liebe übergehen.

Puhhh, das klingt aber ganz schön ernüchternd, oder? Verliebtheit macht also tatsächlich blind, so dass wir schlicht und einfach nicht sehen, wie doof der andere eigentlich ist. Und wenn uns dann die Augen aufgehen, dann ist es entweder dahin mit den schönen Gefühlen oder wir machen es uns behaglich im sicheren und ruhigen Hafen der Liebe…

Die Psychologen sprechen bei Verliebtheit also von einer „Einengung des Bewusstseins“. Hm, ich würde es genau anders herum sehen, aber das kommt wohl wiederum darauf an, wie man Bewusstsein definiert. Wenn man unter Bewusstsein eine Verstandesaktivität versteht, in der analysiert, berechnet, bewertet, beurteilt, mit der Vergangenheit abgeglichen und in die Zukunft projiziert wird, dann mag es sich bei der Verliebtheit wohl (Gott sei Dank!) um eine Einengung handeln. Definiert man Bewusstsein aber als Herzensqualität, als vollkommene Präsenz im Hier und Jetzt, als Wahrnehmen der Einheit allen Seins und Wissen um die Göttlichkeit und das innere Leuchten aller Wesen, dann ist Liebe und Verliebtheit höchste Wachheit und eine Erweiterung des Bewusstseins, keine Einengung! Gerade das macht doch die Qualität der Verliebtheit aus: weit werden im Herzen statt in der Enge des Denkens zu verweilen.

Es wird als Fehleinschätzung und Defizit in der Wahrnehmung gesehen, wenn man über die Schwächen des Geliebten hinwegsehen und ihn als uneingeschränkt liebenswert anerkennen kann. Ja, ihn sogar gerade wegen seiner Fehler besonders lieben kann. Wie verrückt ist das denn? Da muss ich sagen, hat die Psychologie doch offensichtlich keine Ahnung von ECHTER Liebe. Ist nicht genau das die große magische und transformierende Kraft der Liebe?  Ich kann einen Menschen lieben, obwohl er anders ist als ich. Ich kann ihn wertschätzen, auch wenn er Fehler hat. Ich kann das Potenzial und die Kraft und die Seelenfarbe meines Partners erkennen, auch wenn er sie noch nicht vollkommen leben kann. Ich gehe an der Seite eines Menschen, um mich selbst zu erkennen. Aber auch, um ihm zu helfen, seinen Schmerz, seine Verletzungen und Ängste zu heilen, und sein Potenzial und seine Kreativität in die Welt zu bringen. Wow – dieses mächtige Samenkorn steckt in den ersten Wochen und Monaten einer Beziehung!!! Und die Wissenschaft tut so, als käme die Verliebtheit einer geistigen Umnachtung gleich. Und nach dem (leider viel zu schnellen) Ende dieser verrückten Phase des Hormonchaos komme der Mensch endlich wieder zu Bewusstsein. Kein Hochgefühl mehr, keine Ekstase, keine verzehrende Sehnsucht nach dem oder der EINEN, keine Verrücktheiten, keine Rebellion gegen verstaubtes Establishment. Nein, wir sind wieder normal! Die Gesellschaft hat uns wieder – die nüchternen, funktionierenden, depressiven, lustlosen, manipulierbaren, konsumierenden, angepassten, stets unzufriedenen kleinen Soldaten, die nach der hingehaltenen Karotte schnappen bis sie tot umfallen, um sich dann zu fragen „und das war’s jetzt?“. Es war ja nur im dummen und kurzen Überschwang der Gefühle, dass wir geglaubt hatten, wir dürften glücklich sein, und aus tiefstem Herzen lieben und wahrhaft frei sein. Wie töricht! Gut, dass das den meisten Menschen nur in der Jugend passiert, da kann man über so einen unreifen Unfug ja noch eher hinwegsehen… 😉

Nein, ganz im Ernst… 😉 ein Hoch auf alle in Verliebtheit geistig Umnachteten (- denn ihrer ist das Himmelreich, hätte ich schon fast gesagt).

Verliebtheit kann in Liebe übergehen“, heißt es in der Wikipedia-Definition. Kann sie das wirklich, oder müssen nicht beide Hand in Hand gehen? Liebe ohne Verliebtheit fühlt sich für mich tot an. Wie Champagner, der schon seit Tagen im Glas steht. Es ist etwas Wertvolles, Edles, aber das Prickeln, die Lebendigkeit, die Bewegung, die Frische fehlt. Egal wie teuer dieser Champagner war, irgendwann wird es einem nicht mehr um ihn leidtun und man wird ihn wegschütten. Aus diesem Glas will man nicht mehr trinken, es ist schal geworden, warm und langweilig. Ist das die Liebe, die wir wollen? Kann Verliebtheit wirklich in Liebe übergehen? Nein, Verliebtheit ist von Anfang an ein Abbild der lebendigen, alles einschließenden, mutigen und sich selbst genügenden Liebe zwischen zwei Menschen. Verliebtheit kann vor Liebe über-gehen und Liebe kann vor Verliebtheit über-gehen, aber niemals eines in das andere. Ich hoffe, du kennst das Gefühl, wenn dein ganzes Sein überfließt vor Verliebtheit und Zärtlichkeit zu deinem Partner, wenn du Schmetterlinge im Bauch hast, weil du dich für den anderen hübsch gemacht und ein Date mit ihm hast, wenn du deine Augen nicht mehr von deinem Geliebten lassen kannst und jede Berührung zur Offenbarung wird, wenn du ohne Grund lachen musst und die ganze Welt umarmen könntest, wenn dir dein Herz schmerzt, weil es keine Worte gibt, um auszudrücken, was du fühlst…. Und ich hoffe, dieser Zustand ist nicht nur eine verblasste Erinnerung aus längst vergangenen Zeiten, sondern begleitet euch durch die vielen Jahren eurer LIEBEsbeziehung. Lasst das Glas Champagner nie zu lange stehen. Leert euch und füllt euch wieder auf. Genießt einander und berauscht euch an der Liebe! Das Prickeln ist das, was den Champagner ausmacht. Er will getrunken werden und nicht nur rumstehen.

Jetzt haben wir also die psychologische Erklärung der Verliebtheit. Und wie sieht es die Medizin? Natürlich hat auch sie eine Theorie parat:

Biochemisch betrachtet ist Verliebtheit ein einfach zu erklärendes Phänomen hormoneller Prozesse im Körper: In der Gegenwart unseres Objekts der Begierde sorgen erhöhte Dopamin- und Oxytocinwerte dafür, dass wir im Rausch der Glücksgefühle schweben, und Zärtlichkeit und Geborgenheit im gemeinsamen Zusammensein empfinden. Und ein sinkender Serotoninspiegel lässt uns – ähnlich wie bei einer Zwangsneurose – ständig an unseren Partner denken und ganz auf ihn fixiert sein. Und jetzt wird’s spannend: der bei frisch Verliebten erhöhte Nervenbotenstoff Neurotrophin NGF macht uns euphorisch und trägt laut wikipedia dazu bei, „dass Verliebte sich zuweilen in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit befinden, sich zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen und Hemmschwellen abbauen.“ Ist das nicht toll!!! Das heißt für mich auf gut deutsch: Für zwei Verliebte ist ALLES möglich. Es ist nichts zu groß, nichts zu schwer, und es ist scheißegal, was die anderen dazu sagen. Schade eigentlich, dass sich dieser explosive Hormoncocktail mit der interessanten Mischung aus Zärtlichkeit, tiefer Verbundenheit und Fokussierung sowie powervoller Kreativität schon nach ca. einem Jahr wieder „normalisiert“… Dazu fällt mir dann nur noch der bekannte Buchtitel ein: „Willst du normal sein oder glücklich?“

Wir sind doch selbst schuld, wenn wir diesen wunderbaren Zustand einschlafen lassen. Vielleicht bin ich verrückt (das bin ich wohl, denn ich bin verliebt), aber ich glaube daran, dass Verliebtheit in einer Beziehung dauerhaft Bestand haben kann (oder muss?). Egal, wie lange sie dauert. Ja, ich bin sogar so übermütig zu sagen, ich will mit jedem Tag immer mehr verliebt sein. Je größer die Liebe, je mehr gemeinsame Jahre einen verbinden, umso prickelnder darf es sein! Ich will mich nicht, um dieses Gefühl zu haben, ständig auf neue Affären und Flirts einlassen müssen. Ich will meinen „Vertrauten“, meinen Seelengefährten immer wieder neu erleben. Ich will mich jeden Tag neu verlieben in den Menschen, den ich am meisten liebe! Bitte, glaubt wieder daran, dass das möglich ist! Osho sagte einmal, dass immer wieder Leute zu ihm kämen und sich ausweinten und beschwerten, dass ihr Partner sie nicht genug liebe. Aber noch nie habe er einen getroffen, der gesagt hätte, ich liebe meinen Partner zu wenig. Liebst du deinen Partner? Dann lass keinen Tag vergehen, ohne es ihn spüren und er-leben zu lassen. Tu etwas für die Liebe! Es gibt nichts Schöneres, als Liebe zu verschenken und Verliebtheit zu teilen.

Leider lernen wir viel Unsinn in der Schule, aber über die Liebe lernen wir nichts. Das ist auch kein Wunder, denn die Liebe würde uns frei machen, aber das will ja keiner. Es gibt nichts Schlimmeres für eine Gesellschaft als freie, mutige (oder übermütige?), glückliche, liebende, erwachte, kritische, an sich selbst glaubende Menschen. Wenn ich also Liebe unterrichten würde, und du würdest mich fragen, wie geht das, einen Menschen für immer zu lieben und dabei ewig verliebt zu bleiben – verrückt, wild, kompromisslos, authentisch, verspielt, lustvoll, mutig? Dann würde ich dir antworten: Triff als erstes die Entscheidung dafür, genau das zu sein: verliebt, verspielt, kreativ, lustvoll, wild. Entscheide dich jeden Tag aufs Neue dafür, in deinen Mann, deine Frau verliebt zu sein. Es liegt in allererster Linie an deiner Einstellung. Der andere wird nicht nach einem Jahr plötzlich weniger liebenswert oder zum Langweiler. Nein, nicht der andere hat etwas falsch gemacht, sondern du wirst blind, du schläfst langsam ein, du fängst an zu nörgeln, du bekommst Angst vor dem, was einst so verlockend war, du wirst wieder un-bewusst. Das was als süßes Geschenk in dein Leben kam, wird zur Selbstverständlichkeit, vielleicht sogar zur Bedrohung. Lass das nicht zu – verpflichte dich deiner Liebe und Lebendigkeit, sie ist das Wertvollste was du hast! Lass dich jeden Tag wieder berühren und begeistern von der Schönheit deines Partners, seinem Können, seiner besonderen Art, seinen Ideen und Träumen. Sei mutig, dein eigenes Licht zu leben und hör nie auf, das einzigartige Leuchten in deinem Partner zu spiegeln. Gib dem Menschen, den du liebst, jeden Tag die Chance neu zu sein, anders zu sein, wiedergeboren zu werden. Sieh ihn jeden Tag mit neuen Augen. Wisse, dass du niemals neben demselben Menschen erwachst, neben dem du eingeschlafen bist. An dem Tag, an dem du glaubst, deinen Partner zu kennen, fängt die Liebe an zu sterben. Dann werdet ihr beide unfrei. Dein Partner ist, genau wie du selbst, eine Welt, die jeden Tags aufs Neue entsteht. Die Augen, in die du heute schaust, sind andere, als die, in die du gestern geschaut hast. Willst du dich wieder in sie verlieben? Dann tu’s einfach! Schau wirklich hin, sieh den Zauber! Schenke deinem Partner all das, was du dir in deinen kühnsten Träumen von einem Geliebten wünschen würdest. Lass für deinen Schatz rote Rosen regnen. Bemühe dich immer wieder darum, deinem Partner nahe sein zu dürfen. Interessiere dich für diesen Menschen, sei aufmerksam, sei wirklich da, wenn du mit ihm bist. Vergiss nie, welch großes Geschenk es ist, einen Blick in das Universum einer anderen Seele werfen zu dürfen. Öffne deine Welt und betrete die Welt deines Geliebten mit Liebe, Neugier und Begeisterung. Verliebtheit hat etwas sehr Kindliches, Unschuldiges, Präsentes, Flüchtiges, Verspieltes. Also hör nie auf, Kind zu sein! Bleib mutig, offen und spontan. Lache das Leben an! Trau dich, nackt und unvorbereitet zu sein. Dann wirst du durchlässig, dann können Lebendigkeit und Verliebtheit dich durchströmen. Als Kind hast du Überraschungen geliebt. Als du frisch verliebt warst, hast du deinen Partner überrascht. Also hör doch einfach nie auf damit. Hab Spaß, sei kreativ, liebe dich selbst und lass dir etwas einfallen um Liebe erlebbar zu machen! Nimm dich nicht so ernst, lache über dich, über das Leben und mit deinem Partner. Lachen hält jung, macht schön und verbindet mehr als alles andere! Das Gefühl zu altern stellt sich ein, wenn wir aufhören, Neues in unser Leben zu lassen. Aber das Leben ist so reich, du bist so reich, dein Partner ist so reich. Wenn du es wirklich willst, dann geht das Neue nie aus! Wann hast du zum letzten Mal etwas „das erste Mal“ getan? — Oh, das ist schon viel zu lange her! Mach es einfach zu deiner (oder eurer) persönlichen Herausforderung, jede Woche oder mindestens jeden Monat etwas „zum ersten Mal“ zu tun. Sei kreativ, denn nur kreative Menschen können dauerhaft verliebt sein. Nur kreative Menschen sind überhaupt zur Liebe fähig. Öffne deine Sinne für die Schönheit und die Magie der Welt. Sieh den Zauber in allem und lass dich verwirren vom Reichtum der Schöpfung! Rieche mit den Augen, schmecke mit den Ohren und höre mit der Nase. Sei wach und offen mit jeder Pore deines Seins, sonst verpasst du das Wesentliche.

Liebe ist ein Synonym für Leben, und Verliebtheit ist ein Synonym für Lebendigkeit. So ist also die Verliebtheit das was das Leben mit Gegenwärtigkeit und Dynamik erfüllt. Es ist die Fähigkeit, jeden Moment mit sich selbst und mit dem geliebten Menschen neu und aufregend und sinnlich zu gestalten. Und diese Fähigkeit wird aus dir selbst heraus geboren. Wenn du also in deinen Partner verliebt bleiben willst, dann SEI du selbst ein verliebter Mensch, mit all dem, was verliebt sein für dich bedeutet. Sei verliebt ins Leben, anders geht es nicht. Wenn du lieben willst, dann SEI die Liebe. So einfach ist das. Am besten wir vergessen also die schlauen Psychologen und all das mit den Hormonen und entscheiden uns einfach, dass es so lange andauern darf, wie wir selbst bereit sind, lebendig zu sein und unseren Partner als lebendiges, pulsierendes Wesen zu sehen.

Spürst du den Unterschied zwischen leben und lebendig sein? Genau das ist der Unterschied zwischen lieben und verliebt sein. Das Leben ohne Lebendigkeit ist starr und tot (leider sind diese lebenden Toten millionenfach unter uns), und die Liebe ohne Verliebtheit ist blutleer und lau (und ist das was wir in den meisten Beziehungen sehen). Das Leben ist eine Tatsache und die Liebe ist eine Tatsache – für die Lebendigkeit und die Verliebtheit aber dürfen wir uns jeden Tag bewusst neu entscheiden!

Zum Abschluss entschuldigt ihr sicher einer total unzurechnungsfähigen Frau mit eingeschränktem Bewusstsein und hormoneller Fehlsteuerung noch einen völlig irrationalen persönlichen Gruß, der jegliche Hemmschwelle überschreitet: *winkewinke* Hallo mein Schatz, ich liebe dich und bin soooooooooooooo verliebt!!! Schön, dass es dich gibt! Wie wär’s mit einem Gläschen Champagner am Wochenende? Ich lass mich von der Marke gern überraschen! 🙂

Lebe die Verliebtheit und liebe die Lebendigkeit! La vita è bella…
Deine Christine Samira

„Gott hilft immer den Narren, den Betrunkenen und den Verliebten.“
Marguerite de Navarra (1492-1549), franz. Dichterin und Königin von Navarra
(In diese Gruppe reihe ich mich doch gern ein … es gibt Schlimmeres! 😉 )

„Nur Verliebte haben eine Vorstellung von der Ewigkeit.“
Emanuel Wertheimer (1846-1916), deutsch-österreich. Philosoph und Aphoristiker

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