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Posts Tagged ‘Freude’

Wach auf, Geliebter, folge mir
in den Palast der Sinnlichkeit.
Lass alle Scheu und Ängste los
und tanz mit mir den Tanz der Liebe.
Halt mich ganz fest, sei kraftvoll, stark –
sei schwach und lass dich fallen.
Berühre mich – und spüre dich,
in Zärtlichkeit lass uns zerfließen.
Küss mich und vergiss die Welt,
sei ganz in mir und ich in dir.
Lass uns’re Körper sich vereinen
verrückt vor Lust und liebestrunken.

Wach auf, Geliebter, folge mir
in den Palast der Herzlichkeit.
Lass alles Leid und Kummer los
und tanz mit mir den Tanz der Freude.
Lauf barfuß über Blumenwiesen
und wirble wild mich durch die Luft.
Ruf uns’re Namen in die Nacht,
dass alle Welt von uns erfahre.
Flieg mit mir bis zu den Sternen,
ich reich dir lachend meine Hand.
Lass uns’re Herzen sich verströmen
voll Leichtigkeit und Übermut.

Wach auf, Geliebter, folge mir
in den Palast der Seligkeit.
Lass alle Schuld und Zweifel los
und tanz mit mir den Tanz des Lebens.
Schließ die Augen – und werd‘ sehend,
erkenne dich in meiner Liebe.
Schenk mir dein Lächeln, deine Tränen,
sei einfach alles, was du bist.
Sing dein Lied aus vollem Herzen
und lausche meiner Melodie.
Lass uns’re Seelen sich verbinden
im stillen Raum der Ewigkeit.

Wach auf, Geliebter.

Christine Fleckenstein

Für Klaus und alle Liebenden auf der ganzen Welt. Seid mutig, frei und leer, lebt wild und gefährlich. Sterbt und werdet neu geboren – in jedem Augenblick. Lasst los! Lasst die Vergangenheit los, lasst die Zukunft los, lasst euer Wissen los, lasst alle Sicherheiten los. Öffnet euer Herz, denn es ist unsere einzige und wahre Heimat. Seid jetzt!

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Hast du schon einmal über die Bedeutung des Wortes „Absichtslosigkeit“ nachgedacht? Ein Wort, das im alltäglichen Sprachgebrauch der meisten Menschen vermutlich gar nicht vorkommt. Alles was wir tun und sagen, folgt irgendeiner Intention, einer Absicht, einem Zweck und Ziel. Sonst bräuchten wir es ja gar nicht zu tun. Oder???

Mir ist dieses Wort in einem Massagekurs begegnet, wo es um „absichtslose Berührung“ ging. Ich habe mich in dieses Wort gleich verliebt, denn es fühlt sich irgendwie  leicht und unschuldig an, so frei und strahlend. Ich sehe dabei vor meinem inneren Auge ein lustiges Wiesenblümchen, das sich weich und flexibel im Wind wiegt und seinen zarten, kaum wahrnehmbaren Duft verströmt. Dieses Blümchen hat nur eine Bestimmung: da zu sein. Vielleicht wird es nie von einer Menschenseele bemerkt, vielleicht wird es morgen umgemäht, vielleicht wird es von einer Kuh verspeist, oder vielleicht wird es von einem Kind gepflückt und landet mit anderen Blumen zusammen in einer Vase auf einer festlich gedeckten Kaffeetafel. Man weiß nicht, was mit ihm passiert. Aber man hat das Gefühl, was auch immer diesem Blümchen widerfährt, es ist in Ordnung. Ja, so ist die Absichtslosigkeit: sie verwandelt alles, was sie berührt. Was von ihr durchdrungen ist, will nichts, ist nach allen Richtungen hin offen, IST einfach.

Die Absichtslosigkeit ist eine mächtige Zauberin: sie vermag unseren Handlungen und Worten wieder ihre Unschuld zurück zu geben. Sie wäscht unser Tun rein von Motiven und Bedingungen, von den Verfärbungen unseres Ego. Sie bringt uns ins Herz und ins Jetzt. Lass dich einen Moment in die Energie der Absichtslosigkeit hineinfallen und spüre den Unterschied:

Stell dir vor, du arbeitest nicht, um Geld zu verdienen oder dir einen tollen Urlaub leisten zu können, sondern einfach nur um der Arbeit Willen. Weil es einfach ein innerer Drang und eine Freude ist, genau jetzt diese Arbeit zu tun. Oder stell dir vor, du berührst einen geliebten Menschen absichtslos. Nicht um ihn anzumachen oder um seine Verspannungen zu lösen, sondern nur aus der reinen Freude der Berührung heraus, einfach nur um zu berühren und zu spüren. Stell dir vor, du spielst ein Musikinstrument nicht, um eine perfekte Darbietung abzuliefern und bewundert zu werden, sondern einfach nur um des bezaubernden Klangs Willen. Stell dir vor, du meditierst nicht, um hellsichtig zu werden oder deine Migräne zu bekämpfen, sondern einfach aus der Freude an der inneren Stille heraus.

Absichtslos handeln kann man nur, wenn man das was man tut, gern und mit Liebe macht. Wer keine Freude daran hat, einen Menschen zu berühren, wird nie zu einer absichtslosen Berührung fähig sein. Wer seinen Beruf hasst, wird seine Tätigkeiten nicht in absichtsloser Freude am Geben ausführen können. Und wer für seinen Sport keine wirkliche Begeisterung empfindet, wird nie aus Spaß an Bewegung und Spiel heraus agieren, sondern ihn nur ausüben, um … zu …. Ein Grund mehr, immer wieder zu überprüfen, ob das was wir tun, was wir denken, was wir sagen und was wir leben, wirklich noch stimmig ist und aus dem Herzen kommt.

Versuche in deinem Alltag ab und zu inne zu halten und dich im absichtslosen Tun zu üben. Lass alle Deutungen, Hintergedanken, Erfahrungen, Erwartungen und Motive los. Werde eins mit dem was du tust und mache es nur um der eigentlichen Sache Willen. Wenn du die Zauberin der Absichtslosigkeit in dein Leben einlädst, spürst und erfährst du dich neu. Du wirst immer mehr aus deiner Mitte heraus leben, und die Dinge, die nicht deinem Herzensweg entsprechen, werden von selbst nach und nach wegfallen. Du wirst sehen, wie alles was du tust plötzlich eine ganz neue Tiefe und Kraft erhält, und du wirst lernen, mit dem Leben zu fließen statt Dinge zu planen oder zu erzwingen. Lass dich überraschen, was passiert. Du kannst sicher sein, dass es wundervoller sein wird, als alles, was du je mit Anstrengung und Willen erreichen könntest.

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